Eine Erfolgsgeschichte mit Fortsetzung
1960 wurde die Firma Walter Salje in Bielefeld gegründet, um Unterlagsplatten für die Betonsteinindustrie zu vertreiben.
Nach langjährigen Erfahrungen in der Branche wurde die Firma 1980 mit dem Einstieg von Heinz Bechtold als geschäftsführendem Gesellschafter in die WASA Unterlagsplatten GmbH umgewandelt. Ihren Vertriebssitz hat das Unternehmen seitdem im südhessischen Mossautal (Odenwaldkreis). Auch die Produktion von Unterlagsbrettern aus Weichholz fand in Mossautal statt. In enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Holzplattenproduzenten im In- und Ausland konnte das Unternehmen stetig weiter expandieren und so seine Erfahrungen und Geschäftsbeziehungen im Bereich der Betonsteinindustrie ausbauen.
1985 ging WASA ein Joint Venture über die Herstellung von Unterlagsplatten aus Hartholz mit der Firma Kian Guan Timber in Singapur ein. Bis heute stellt Kian Guan Timber Holzplatten aus reinem Yellow Balau her.
Heinz Bechtold war es, der 1990 die Idee hatte, Unterlagsplatten aus Recycling-Kunststoffen herzustellen. Nach ersten vielversprechenden Tests und der Kontaktaufnahme zum Dualen System Deutschland (DSD), das seinerzeit als Hauptlieferant für den Kunststoff dienen sollte, wurde 1991 in Neubrunn (Thüringen) das Gelände einer ehemaligen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft erworben. Nach dem Umbau vorhandener und dem Neubau weiterer Hallen wurde hier erstmals mit der Produktion von Unterlagsplatten aus Vollkunststoff begonnen.
Die so genannten WASA UNIPLAST® Platten sollten zu einer Revolution in der Betonsteinindustrie führen. Nur durch die Mitarbeit vieler Experten und den Einsatz modernster Fertigungstechniken konnten Platten entstehen, die nachweisbar über viele Jahre extrem widerstandsfähig sind. Heute hat das größte Werk für die Produktion von Unterlagsplatten weltweit einen Produktionsstandard erreicht, der seines Gleichen sucht.
Die innovative WASA UNIPLAST® traf den Nerv der Zeit: Als echte Alternative zu allen seither bekannten Unterlagsplatten verbreitete sie sich sehr rasch auf der ganzen Welt. Die immer weiter anhaltende Expansion ließ deshalb auch die Einstellung neuer Mitarbeiter erforderlich werden. Folglich wurde 1996 ein neues Vertriebsbüro in Mossautal errichtet.
1997 trat Peter Webel als weiterer Geschäftsführender Gesellschafter in die WASA-Gruppe ein und sorgt seitdem für den reibungslosen Ablauf der Produktion in Thüringen.
2003 übernahm WASA den niederländischen Wettbewerber Holzindustrie Hardenberg.
Seit dem Jahre 2004 sind in Neubrunn vier Produktionsanlagen für WASA UNIPLAST® in Betrieb. Angefangen von der Herstellung homogenen Kunststoffgranulats über die Produktion und deren exakte Qualitätskontrolle bis hin zur logistisch ausgeklügelten Warenausgabe und Anlieferung beim Kunden ist das neue Produktionswerk in Neubrunn richtungweisend in der Branche.
Auf 65.000 qm Industriefläche produziert das Werk an 365 Tagen im Jahr täglich 24 Stunden. Gestoppt werden die Extruder und Anlagen nur zu Wartungszwecken und bei unvorhergesehenen Ereignissen.
2005 wurde die gesamte Holzplatten-Produktion aus Mossautal nach Neubrunn verlagert, um in Neubrunn auch Unterlagsplatten aus Weichholz von höchster Qualität herstellen zu können. Hierfür wurde eigens eine 3.000 m² große Halle errichtet, in der - ausgestattet mit der modernsten Produktionstechnik - pro Tag mehrere hundert Platten die Fertigung qualitätsgeprüft verlassen.
Mit der Fertigung von Wetcast-Formen aus Polyurethan betrat WASA im Jahre 2007 ein neues Geschäftsfeld. Seit dieser Zeit können Kunden bei WASA entweder aus einem vorhandenen großen Produktsortiment an verschiedenen Steindesigns auswählen. Oder aber sie geben eine eigene Produktidee weiter, die bei WASA in eine Wetcast-Form umgesetzt wird. Dabei findet von der Anfertigung der Konstruktionszeichnungen bis hin zum Gießen der Wetcast-Form alles im Hause WASA statt.
Gleichfalls in 2007 vorgestellt wurde eine neue Generation der Vollkunststoffplatte: die WASA UNIPLAST® ULTRA. Mit ihrer Verstärkung durch innenliegende Mikrofasern und den möglichen Verzicht auf innen und außen angebrachte Stahlprofile stellt sie seitdem den neuen Maßstab für Unterlagsplatten dar.
Einen besonderen Service für Kunden der WASA UNIPLAST®-Familie stellte WASA im Jahr 2009 vor: Mit einer mobilen Schleifanlage – untergebracht in zwei zum Seetransport geeigneten Containern – haben seitdem Betonsteinhersteller die Möglichkeit, bereits seit vielen Jahren im Einsatz befindliche Vollkunststoffplatten nachzuschleifen und damit eine Oberfläche zu erhalten, die einer neuen Platte nahezu identisch ist. Mit diesem Service, der erstmalig von WASA im Markt angeboten wurde, stellte das Unternehmen erneut seine Vorreiterrolle unter Beweis.
Schon Anfang 2010 und damit nur zwei Jahre nach Einführung der Wetcast-Formen musste die Produktionslinie für die Gießharzfertigung erweitert werden, um der sehr großen Nachfrage an Wetcast-Formen Rechnung zu tragen. Seit diesem Zeitpunkt bietet WASA auch spezielle Stapelrägersysteme für Wetcast-Formen an, bei denen eine mehrnestrige Polyurethan-Form in eine Trägerplatte eingelegt wird und die mit voll- oder halbautomatischen Wetcast-Maschinen befüllt werden kann. Als Stapelträger dienen WASA UNIPLAST® ULTRA-Platten, die mit verwindungsfreien Kunststofffüßen versehen sind.
Pünktlich zur größten Baumesse weltweit – der Bauma in München – präsentierte WASA dann im April 2010 seinen komplett überarbeiteten Werbeauftritt. In der Nacht zum Messebeginn wurde die neue Website online gestellt.
In 2011 stellte WASA sein neuestes Produkt im Bereich der Unterlagsplatten vor: die WASA WOODPLAST®. Dabei handelt es sich um eine Holzplatte mit wahlweise Weich- oder Hartholzkern, der mit einer extrem schlagzähen und bruchfesten Polyurethan-Schicht ummantelt ist. Zusätzliche C-Profile an den Stirnseiten bieten wirksamen Schutz vor Beschädigungen im Brettmagazin.
Ein Wechsel in der Unternehmensspitze fand Anfang 2012 statt. Zum 31.12.2011 schied Heinz Bechtold als Geschäftsführer der WASA Gruppe aus. An seine Stelle trat zum 01.01.2012 sein Sohn Matthias, der seit 2006 im Unternehmen tätig ist. Heinz Bechtold bleibt WASA bis auf weiteres jedoch als Berater und Hauptgesellschafter erhalten.
Heute arbeiten mehr als 120 Mitarbeiter und Vertretungen auf allen Kontinenten der Erde für WASA.















